Mensch, ärgere dich nicht

Es gibt so Tage, an denen läuft gefühlt wirklich alle schief.

Selbst wenn ich normalerweise entspannt bleiben könnte, bringt mich an diesen Tagen schon das Kleinste in Rage.

Das ist natürlich für mich selber, aber auch für mein Umfeld nicht gerade angenehm.

Ich raste vielleicht nicht hemmungslos aus, bin dann aber kurz angebunden und ruppig im Ton.

Jeder kann mal mit dem falschen Fuß aufstehen und es kann immer auch mal etwas nicht klappten. Auf die Dauer läuft es dennoch einfacher, wenn man sich nicht permanent aufregt, sondern das Beste draus macht.

 

Wohlgemerkt geht es in meinem heutigen Artikel nicht um Schicksalsschläge, bei denen jemand ernsthaft krank ist oder Schlimmeres, sondern viel mehr um die alltäglichen kleinen Dinge, die einen in Summe auch auf die Palme bringen können.

 

Wie reagiert man also spontan auf Missgeschicke und Situationen in denen man den Bus verpasst, es dunkel und kalt ist und auch noch regnet. Schlimmer geht’s doch kaum?!

Die 10-Sekunden-Regel

 

Das meint, nicht wie ein Vulkan auszubrechen, wenn man merkt, was schlecht gelaufen ist, sondern im ersten Moment in sich gehen, tief ein- und wieder ausatmen und versuchen einen gewissen Abstand zur Situation zu bekommen.

Also wie ein Unbeteiligter von oben drauf schauen und sich klar machen, was hier eigentlich gerade passiert. Diese 10 Sekunden reichen manchmal schon aus, um einen kühlen Kopf zu bewahren. Und was, wenn nicht?

 

Warum sich nicht überlegen, was noch schlimmer hätte sein können?

Um bei dem „Ich hab den Bus verpasst“-Beispiel zu bleiben: der nächste Bus kommt doch meistens in wenigen Minuten, es war nicht der letzte an dem Tag. Der war eh voll, ich hätte stehen müssen, aber in den nächsten kann ich mich gemütlich setzten.

 

Oder wenn dir das zu illusorisch erscheint, warum sich nicht überlegen, was das Gute daran ist?

Egal wie schlecht es auch läuft, die allermeisten Situationen haben auch immer was Gutes.

Der Bus ist weg? Egal, jetzt habe ich Zeit mal tief durchzuatmen und dem Regen beim Niederprasseln zu beobachten. Wann setzt man sich schon ans Fenster und beobachtet die Regentropfen? Dabei kann das richtig entspannend sein.

 

Oder ich habe Zeit mein Umfeld zu beobachten. Es ist wie die Pausetaste beim Fernseher, man hat jetzt einige Minuten Zeit zu realisieren, wo man gerade ist.

Wie also die Kinder mit dem Regen locker umgehen und durch Pfützen springen, wie die ältere Dame sich müßig vor die Tür begeben hat, um eine Freundin zu besuchen und jetzt mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht wieder nach Hause fährt oder wie der Hund es sich gemütlich gemacht hat und kuschelig an die Füße seines Herrchens gerollt liegt.

Wann hast du es dir eigentlich das letzte Mal so richtig gemütlich gemacht und dich kuschelig auf Sofa mit einer Tasse Tee gesetzt?

 

Auch wenn es nicht an dem gleichen Tag klappt, du hast es mal wieder in den Sinn bekommen und wirst vielleicht aktiver nach der nächsten Möglichkeit Ausschau halten.

Dein Körper und dein Geist werden dir für die nächste Pause sicherlich dankbar sein und für den Augenblick ist die Zeit bis zum nächsten Bus etwas schneller vergangen.

 

Probiere es doch mal aus.

Meistens wird es dir gelingen, das Beste aus der Situation zu machen und noch etwas dazu zu gewinnen.

 

So oder so, auf manches haben wir einfach keinen Einfluss. Das muss man dann nehmen wie es kommt. Es liegt an dir und mir, wie sehr wir uns darüber ärgern und was wir aus der Situation machen. Denk dran, wir haben es in der Hand, wie lange wir uns ärgern.

 

In dem Sinne wünsche ich dir einen stressfreien Tag.

Deine Larissa

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