Vegan durch Vietnam

Vietnam in 14 Tagen, einmal von Nord nach Süd, von Hanoi bis Saigon (Ho-Chi-Minh-Stadt). Das ist unsere Route und der erste Teil unserer vierwöchigen Südostasienreise.

Lange haben wir drauf hingefiebert, endlich ist es soweit. Jetzt sind die Rücksäcke gepackt und der Briefkastenschlüssel ist übergeben. 

Wir freuen uns auf eure Reisebegleitung =)

Der Norden Vietnams - Hanoi

Nach unserem zwölfstündigen Flug von Berlin sind wir richtig froh in der Hauptstadt Vietnams zu landen. 

Lange vorher haben wir uns auf die Geräusche und Gerüche, Menschen und Gebäude, Küche und Kultur gefreut. Endlich sind wir da!

 

Besonders der Verkehr in der Altstadt Hanois fällt auf. Die ersten Stunden ist dieser absolut gewöhnungsbedürftig. Praktisch ohne Regeln teilen sich Fußgänger, Autos und unzählige Roller die Fahrbahn. In chaotischer Ordnung weichen sie einander gekonnt aus und machen mit Hupgeräuschen auf sich aufmerksam. 

Tagsüber sind die Bürgersteige durch die Waren der angrenzenden Läden zugestellt, sodass ein Spaziergang zum spontanen Slalom am Straßenrand wird. 

Auch das Überqueren der Straßen ist nicht ohne. Statt auf eine Ampel oder einen Zebrastreifen zu warten, heißt es hier Augen zu und durch, wer anhält der verliert ;)

Also einfach an Ort und Stelle aufmerksam die Straßenseite wechseln. Viel nach links und rechts gucken und durch den fahrenden Verkehr schlängeln. Besonders süß ist eine ältere Dame, die uns die Überforderung an den ersten Tagen im Gesicht abgelesen und am Botanischen Garten direkt mit über die Straße genommen hat. 



Für uns grenzen die ersten Stunden zwar an eine Reizüberflutung, waren aber auch unvorstellbar aufregend und super schön. 

 

Nach kurzer Zeit gewöhnt man sich an die vielen unterschiedlichen Geräusche und Gerüche und auch der Umgang mit dem Straßenverkehr wird entspannter

 

 

 

 

Jede Straße der Altstadt hat sich auf ein Thema spezialisiert. Es gibt Gewürze und Gemüse in der einen, Metall und Schlösser in der nächsten und in der Straße eins weiter Kleidung und Schuhe. Nach einander reihen sich die schmalen Geschäfte, Waren an Waren und dazwischen die einheimischen Verkäufer. 

Wer Hunger bekommt, snackt etwas von den vielen Bistros am Straßenrand oder setzt sich gemütlich in ein kleines Restaurant. 

 

Zwei vegane Restaurants haben mich besonders begeistert! 

An der Stelle noch mal ein großes Danke an meine liebe Reisegefährtin, Julia, die super verständnisvoll mit meinen veganen Essenswünschen umgegangen ist


Jalus

Was für ein bezauberndes Restaurant, das im zweiten Stock eines Hauses recht versteckt zu finden ist. 

Nach dem kurzen Aufstieg über die schmale Treppe wirst du von einem großzügigen Raum mit Balkon empfangen. 

Das Holz der Möbel und das Grün der Pflanzen, aber auch der warme Farbton an der Wand versprühen eine gemütliche Atmosphäre. 

Eine vielfältige Auswahl an veganen Gerichten wird angeboten. Darunter Frühstück, Mittagessen, Salate und Desserts

 

Begeistert sind wir von den zauberhaften Mitarbeitern, die uns freundlich die Essenswünsche von den Augen abgelesen haben und unser Wasserglas nie leer werden ließen. 

 

Bei unserem Besuch haben wir die Amaranth-Bowl (im Prinzip ein Salat, da alles kalt ist) und das Gemüse-Curry gegessen. Beides können wir sehr empfehlen. Richtig gut ist auch der Erdnussdip, der zu Süßkartoffelspalten gereicht wird. 

 

 

Location: 

46 Hang Trong Street, Hoan Kiem District 2nd Floor, Hanoi 100000 Vietnam

 


Minhchay

Westlich um den Hoan Kiem See reihen sich in den kleinen Gassen der Altstadt viele Garküchen, Kochstuben und Restaurants. 

 

Dabei ist auch das Minhchay, ein veganes Restaurant. Du bekommst erfrischende Säfte, die direkt vor Ort gepresst werden und vegane Gerichte verschiedener Art. 

Besonders gut hat uns der frische Karotten-Ananas-Saft geschmeckt 🥕🍍

Richtig süß und fruchtig. Er war so lecker, dass wir uns noch einen auf den Weg mitgekommen haben. 

 

Ich bin von der Pizza sehr begeistert. Der Teig ist leicht süß und der vegane Käseersatz schmeckt nach Cashewnüssen

 

Die Karte ist lang, neben Pizza und Nudeln gibt es typisch vietnamesisches Essen in pflanzenbasierter Version. Wie zum Beispiel diese Nudelsuppe mit "veganem Rindfleisch". 

Hier ist die Vielfalt echt zuhause.

 

In den nächsten Tagen sind wir auch noch an weiteren, gleichnamigen Restaurants vorbeigekommen. 

 

Das Restaurant, in dem wir waren findest du hier: 

09 Au Trieu Street, Hang Trong Ward,

Hoan Kiem District near the Church

Hanoi 


Ha Long Bay Tour

In aller Früh werden wir von einem Reisebus abgeholt und auf einer etwa dreistündigen Fahrt zur Halong Bucht gebracht. 

Unterwegs gibt es einen kurzen Stopp an einem Markt. Hier sticken fleißige Hände Bilder und meißeln Figuren in Steinblöcke. Unübersehbar ist der Grund für die Pause. 

Nach dem kurzen Einblick in das Handwerk einiger Vietnamesen werden Kleidung, Souvenirs und Snacks zum Kauf angeboten. 

Nach diesem Kaffeefahrt-Stopp geht es aber ohne Unterbrechung weiter, direkt in Natur. 

 

 

In der Halong Bucht (die Fläche ist etwa 2x so groß wie Berlin) ragen tausende Felsen und Inseln aus dem Wasser. Land, das der Legende nach durch einen Drachen zersprengt wurde, der Vietnam beschützt hat. 



In einem der Felsen befindet sich eine große Höhle, die wir zusammen mit vielen anderen Touristen besuchen

 

Unvergesslich wird mir unsere anschließende Kajak-Tour bleiben. Hier gibt es Momente voller Stille und Einsamkeit am Rande des Südchinesischen Meeres. Unterwegs treffen wir einige einheimische Fischer auf ihren Booten, fühlen aber auch Momente der Ehrfurcht. Wie klein wir zwei in unserem Kajak inmitten der riesigen Felswände und des großen Meeres sind, ist absolut faszinierend.

 

Die Crew und der Reiseführer auf unserem Boot sind wirklich einzigartig, super aufmerksam und wirklich verständnisvoll, was vegane Ernährung angeht. Sie lassen sich richtig was einfallen, um neben dem üppigen gängigen ein pflanzenbasiertes Menü zusammen zu stellen. Ich bin begeistert!

 

Natürlich ist dieser Ausflug mit Apricot nicht ohne andere Touristen und es ist etwas schade am Abend neben weiteren beleuchteten Booten im Wasser zu liegen, statt die Natur vollends in Stille und Denkelheit genießen zu können. 

Trotzdem überwiegen die tollen Eindrücke der Natur, sodass ich den Ausflug gern weiterempfehle. 



Während ich diese Zeilen zu Ende schreibe, sitzen wir im Zug in Richtung des mittleren Teil Vietnams.

Unser nächster Stopp: Da Nang. 



Bis bald!

Larissa

 

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